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Welches Equipment für welche Baustelle!? – Kanalsanierungs Blog

von | Jun 12, 2020 | Blog |

Welches Equipment benötige ich für welche Baustelle?

Häufig werden wir damit konfrontiert, dass ein Kunde ausnahmsweise mal eine Baustelle ausführen möchte, für die er noch nicht das richtige Equipment hat. Eine größere Haltung beispielsweise (DN 300 oder DN 400). Der Großteil unserer Kunden startet im Hausanschluss und stattet sich auch dementsprechend aus, um das Anfangsinvestment niedrig zu halten. Falls die Aufträge nach guter Arbeit dann aber vermehrt reinflattern, möchten viele gerne auch die „größeren Fische“ an Land ziehen. Hier helfen wir dann so gut wir können aus, und unterstützen auch beim Einbau.

Grundsätzlich stellt sich mir da aber die Frage: „Welches Equipment brauche ich eigentlich für welchen Baustellentyp?“

Ich habe mir gedacht, an das Thema mal etwas systematischer heranzugehen, indem ich anfange in essentielles Equipment und Zusatzequipment aufzudröseln und dann das Ganze noch nach Typ der Baustelle darzustellen. Die kleinen Sachen, die jeder Handwerker braucht wie Klebeband und Handschuhe, lassen wir mal weg.

Essentielles Equipment – Das brauche ich auf jeder Baustelle:

– Rührwerk mit Becherrührer (der Becherrührer erhöht die Qualität maßgeblich im Vergleich zu einem normalen Quirl)

– Einwalkanlage (manuell oder elektrisch angetrieben)

– Druckluftkompressor mit genügend Schlauch

– Flachband – besser noch Kabelbinderpistole

– Rückholseil

– Inliner Stopfen – In welcher Form auch immer

 

Mehr Spezial-Equipment brauche ich also grundsätzlich nicht um einen Inliner einzubauen. Gar nicht so viel, oder? Mit dieser Ausrüstung kann ich einen Inliner mit geschlossenem als auch offenem Ende einbauen und kalt aushärten lassen. Der Einbau erfolgt per Hand und geht nur waagrecht. Bögen sind möglich.

Die mögliche Nennweite und Länge richtet sich nach der Größe des Kompressors. Ungefähr so wird es auf vielen skandinavischen Baustellen praktiziert, einfach und nur geringe Risikofaktoren.

Jetzt kommen aber weitere Bedingungen hinzu.

  1. Gibt es Einläufe?
    • Man benötigt einen Roboter oder einen RENSSI® Cutter zum Öffnen.
  2. Soll der Liner konstant unter Druck bleiben?
    • Man benötigt eine Trommel.
  3. Soll der Liner schneller ausgehärtet werden?
    • Man benötigt eine Dampfbox mit allen Schläuchen.
    • Man benötigt eine Thermobox mit allen Schläuchen.
    • Man benötigt Wasser um die Anlagen mit Wasser zu versorgen.
    • Man benötigt Diesel oder Heizöl um die Anlagen anzutreiben.
  4. Soll die Aushärtung dokumentiert werden?
    • Man benötigt einen Datalogger.
  5. Soll der Inliner mit Wasserdruck eingebaut werden?
    • Man benötigt Equipment für eine Wassersäule.
  6. Ist das Rohr eine Fallleitung?
    • Man benötigt Equipment zum Befestigen.
    • Will man von unten nach oben arbeiten, benötigt man eine Trommel

Sicherlich muss man auch noch an mehr Dinge denken. Aber das ist erst einmal alles was mir einfällt…

Das sind die grundsätzlichen Fragen, die vorher geklärt sein sollten. Es muss aber auch der Bereich, in dem gearbeitet wird, abgedeckt sein. Damit sind Nennweiten und Längen gemeint. Ab DN 300 werden ganz andere Geräte benötigt und der Liner wird alleine durch die benötigte Harz Menge sehr schwer.

Ihr seht also, alles hängt davon ab was Ihr machen wollt. Um einen Inliner einzubauen, braucht es nicht viel. Kompliziert wird es, wenn die Inliner an Gewicht und Größe zunehmen. Hier gibt es Spezialisten, die sich um die richtig großen Brummer kümmern, denn es wird dann möglicherweise schweres Baugerät benötigt, um die Liner zu heben und Hand zu haben.

Unser Angebot dreht sich zu 80 % um den Hausanschlussbereich. Und hier haben wir auch unser größtes Know-How. Um einen 15- Meter langen Hausanschluss zu sanieren, braucht es zuallererst nicht viel Equipment. Ein hohes anfangs Investment ist also immer relativ.

Sprecht uns an, wenn immer Ihr größere Baustellen machen wollt und nicht wisst ob das mit Euren aktuellen Geräten hinhaut!

Nächste Woche sprechen wir über die nicht ganz so schönen Situationen auf der Baustelle: Der Inliner fällt zusammen – was kann ich tun und wie kann ich es vermeiden?

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